Schulhund – Projekt an der Grundschule Harthau (September 2017 – Juni 2018)

Zum Einstieg in das Thema beginne ich mit einer kleinen Geschichte:

Ein Geschäftsmann hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf stand „Hundebabys zu verkaufen“. Dieser Satz lockte Kinder und Jugendliche an. Knapp zwei Tage später kam ein Jugendlicher vorbei und fragte: „Wie viel kosten die Babys?“ Der Hundehalter meinte „Zwischen 50 und 100 €. Der Jugendliche griff in seine Hosentasche und zog ein bisschen Taschengeld heraus. „Ich habe 7,56 €, kann ich mir sie anschauen?“ Der Besitzer grinste und rief die Hunde zu sich.
Aus der Hundehütte kam seine Hündin Sanny, sie rannte den Weg seines Geschäfts hinunter, gefolgt von sechs kleinen Welpen. Eins davon war einzeln, ersichtlich weit zurück. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. Er fragte: „Was fehlt diesem kleinen Hund?“ Der Mann erklärte, dass als der Kleine geboren wurde, der Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest seines Lebens humpeln. Der Jugendliche, sichtlich aufgeregt, meinte, „Den kleinen Hund möchte ich kaufen!“ Der Mann antwortete, „Nein, den kleinen Welpen möchtest du nicht kaufen, wenn du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn dir.“
Der Jugendliche war ganz durcheinander. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: „Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Welpen und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe Ihnen jetzt die 7,56 € und jeden Monat 10 €, bis ich ihn bezahlt habe.“ Der Mann entgegnete: „Du musst diesen Hund wirklich nicht bezahlen, mein Sohn. Er wird niemals rennen, hüpfen und spielen können wie die anderen kleinen Hunde.“
Der Jugendliche langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hoch und zum Vorschein kam sein schlimm verkrüppeltes, verkrümmtes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Er sah zu dem Mann hinauf und sagte: „Na ja, ich kann auch nicht so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis für ihn hat.“ Der Geschäftsmann biss sich auf seine Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: „Mein Sohn, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser kleinen Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird.“
(vgl. www.cafe-deutsch.de 11.1.2018; 19:22 Uhr)

Diese Geschichte zeigt wie wichtig es ist, für andere da zu sein, Verständnis zu zeigen, sich selbst wert zu schätzen und an sich zu glauben. In einer Welt von Stress, Leistungsdruck und Perfektionismus gehen schnell Mitgefühl, Achtung und Respekt verloren.
Ich möchte mit diesem Projekt auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Schüler an der Grundschule Harthau eingehen. Dies erfolgt mithilfe eines Schulhundes namens Sanny, einer elfjährigen Samojedenhündin.

Der Kontakt zu Mensch und Tier ist lebenswichtig. Die Schüler sollen daher so viele positive Erfahrungen wie möglich sammeln, um miteinander zu lernen und sich wohlzufühlen.

Durch Sanny werden die Schüler bestmöglich im Unterricht und in den Pausen unterstützt, denn ein Hund ist vorurteilsfrei. Auch in schwierigen Situationen, bei Streit z.B., wirkt Sanny beruhigend, sie wird gestreichelt und hilft den Schülern durch das weiche Fell und ihr Dasein. Der Schulhund ist eine Bereicherung für die ganze Schule:

  • Es ist im gesamten Schulhaus und in den Klassen sauberer geworden. Die Sauberkeit ist ein sehr guter Nebeneffekt für alle.

  • Kinder, wie oben in der Geschichte beschrieben, werden akzeptiert und angenommen, so wie sie sind. Diese haben es mit Sanny leichter, denn der Schulhund wirkt wie eine Art „Türöffner“ zwischen den Kindern. Die Zuneigung, die die Schüler vom Hund erfahren, erleichtert ihnen den Umgang miteinander. Diese Kinder verhalten sich auch besser, seitdem Sanny an der Schule ist. Sogar Ängste werden bei vielen ganz und bei einigen zum Teil abgebaut.

  • Der Einsatz vom Schulhund im Unterricht fördert eine angenehme, stressfreie Lernumgebung. Die Schüler sind dadurch entspannter, motivierter und zeigen ein höheres Interesse.

Der Schulhund bereichert den Schulalltag an der Grundschule Harthau und die Schüler verstehen sich dadurch besser und reden über Probleme. Das Lernen macht ihnen Spaß und sie fühlen sich wohl. Sie können somit besser arbeiten und kreativ sein.