Deutsches SPIELEmuseum e.V.

"Wir spielen immer... wer's weiß, ist klug" (Arthur Schnitzler)    

Unter diesem Motto bereichert der Deutsches SPIELEmuseum e.V. seit 1995 den Technologie- und Gewerbepark solaris. Ehemals in Hamburg ansässig, fand das Museum in Chemnitz ein neues Publikum und eine neue Heimat. An die eigene Kindheit erinnert fühlt sich, wer die Ausstellung zur Geschichte der Spiele besucht. Nach wissenschaftlichen Kriterien geordnet, kann hier bestaunt werden, wie sich die Spiele in 400 Jahren veränderten – als Spiegel ihrer Zeit.
Das Besondere am Deutschen SPIELEmuseum: Neben dem Museumsteil bietet es die Möglichkeit, etwa 2500 aktuelle Spiele - traditionell und elektronisch - zu spielen.

Die seit 2011 bestehende Kooperation zwischen dem Deutsches SPIELEmuseum e.V. und der solaris FZU gGmbH Sachsen garantiert die qualitätsvolle und kontinuierliche Fortsetzung der bisherigen erfolgreichen Arbeit

solaris Stiftung
Die 2010 neu gegründete gemeinnützige solaris Stiftung, eine unselbständige Treuhandstiftung der solaris Förderzentrum für Jugend und Umwelt gGmbH Sachsen, hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, durch Erwerb und kostenfreie Überlassung der Spielesammlung des Sammlerehepaars Lemcke/Lemcke-Knoll sowie des Grundstücks und Gebäudes Neefestraße 78 a in Chemnitz, das Kulturgut Spiel umfassend zu pflegen und den Museumsstandort Deutsches SPIELEmuseum in Chemnitz zu erhalten und auszubauen.
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Wanderausstellung "Spielend lernen"
Spielen heißt lernen. Im Spiel eignen sich Kinder die Umwelt an, probieren Verhaltensweisen aus und entwickeln ihre Persönlichkeit. Einige Fährigkeiten, die durch Spiel positiv beeinflusst werden, sind:
• räumliches Denken,
• Sinnesschulung,
• rechnerische Fähigkeiten,
• Motorik,
• Sprache,
• Kreativität und Interaktion.

Zielgruppe der Ausstellung sind jedoch nicht ausschließlich Kinder. Lernen ist heute gleichbedeutend mit lebenslangem Lernen und so sind Jung und Alt im gemeinsamen Spiel gefordert. Das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung der Generationen zu fördern sind zentrale Anliegen der Ausstellung.
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„Spielend lernen“ wurde unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan erstmals auf dem 1. Amorbacher Spielefestival „Europa im Herzen“ – ‚Spielend lernen“ im Juli 2008 präsentiert. Seitdem begeisterte sie kleine und große Besucher im Mehrgenerationenhaus Generationentreff Chemnitz und in der Pestalozzi-Schule Johanngeorgenstadt.

Aktuelle Sonderausstellungen:
"25 Jahre cuboro - Vom Prototyp zum MarkenSPIELzeug" vom 28. März bis 30. Juni 2012

Die Jubiläumsausstellung – ein Kooperationsprojekt zwischen der cuboro AG und dem Verein Deutsches SPIELEmuseum –  zeigt die Entwicklungsgeschichte dieses einzigartigen Kugelbahnsystems. Mit Kreativität und Fantasie lassen sich aus den Buchenholzwürfeln mit Bahnfunktionen an der Oberfläche und im Inneren unendlich viele Kugelbahnkombinationen zusammensetzen.
Und wie immer im Deutschen SPIELEmuseum sind kleine und große Baumeister aufgefordert selbst auszuprobieren, wie die Kugel rollt.
            
Hintergrund:
1986 wurde die Kombinationskugelbahn das erste Mal unter diesem Namen als Set mit 54 Elementen anlässlich der Fachmesse Ornaris in Bern vorgestellt.
Die Geburt des Spielsystems liegt weitere 10 Jahre zurück. 1976 suchte Matthias Etter, zu dieser Zeit Praktikant in einer Schweizer Sonderschule, ein einfaches dreidimensionales Puzzle für Kinder mit Behinderungen. Über verschiedene Versuche und Prototypenreihen gelangte er zum Baukastenprototyp mit 48 Elementen mit 12 verschiedenen Funktionen. Eine Kleinserie unter dem Namen "Konstrito" verkaufte er dann 1985 auf dem Weihnachtsmarkt in Bern.

Dank der professionellen Herstellung durch die Schreinerei Nyfeler, die Aufnahme der cuboro-Kugelbahn in den Pandakatalog des WWF-Schweiz 1986 und der Promotion einiger "cuboro-Pioniere" konnte eine konstante Entwicklung in Gang kommen. Heute spielen, gestalten und experimentieren Menschen in über 30 Ländern mit diesen faszinierenden Kugelbahnen.

"Nachgemacht - Spielekopien aus der DDR" vom 05. Mai bis 31. Juli 2012

Wer kennt sie nicht? Spieleklassiker wie Monopoly, Malefiz, Hase und Igel, Scrabble, Sagaland oder Heimlich & Co. begeistern seit Jahrzehnten viele Spielefans. Zu DDR-Zeiten war es jedoch nicht einfach, an die Originalspiele aus dem Westen zu kommen. Und so griffen junge und junggebliebene Spieler/innen in vielen Ost-Wohnzimmern zu Bastelpapier, Leim, Schere, Buntstiften und Suralinknete, ganz nach dem Motto: NACHGEMACHT!

Das Projekt „NACHGEMACHT“ sammelt diese selbstgemachten Spiele, die nach Vorlage von Spielen aus dem Westen kopiert wurden.
Ab dem 5. Mai gibt das Deutsche SPIELEmuseum einen bisher so noch nie gezeigten Einblick in die Alltagswelten der DDR. Die Spiele geben Aufschluss über Mangel und Erfindungsreichtum eines verschwundenen Staates, der noch immer seine Spuren hinterlässt. Die bisher größte Ausstellung von nachgemachten Spielen aus der DDR soll ihre Besucher zum Nachforschen anregen. Vor allem jene Generation, die die DDR gar nicht oder nur als Kinder kennen gelernt haben, finden hier die Möglichkeit vergessene Erinnerungen wieder ins Bewusstsein zu rufen. In den Spielen liegen sowohl Hinweise auf politische Missstände, als auch ganz private Erlebnisse versteckt. Es lohnt sich also ganz genau hinzuschauen.

Ergänzt mit Exponaten aus dem Fundus des Deutschen SPIELEmuseums wird die Ausstellung zur Geschichte der NACHGEMACHT-Spiele erstmals vorgestellt. Natürlich werden nicht nur die NACHGEMACHT-Spiele gezeigt, sondern es stehen alle Originale auch zum Spielen bereit.

Öffnungszeiten:
Während der Schulferien in Sachsen gelten geänderte Öffnungzeiten!
Dienstag - Freitag, 11.00 Uhr - 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag, 13.00 Uhr - 19.00 Uhr

> Infoflyer Deutsches SPIELEmuseum

Ansprechpartner:
Frau Cynthia Schönfeld (Leiterin)
Neefestraße 78a • D-09119 Chemnitz
Tel.         +49 371 - 30 65 65
Fax         +49 371 - 354 00 31
deutsches-spielemuseum@t-online.de
www.deutsches-spielemuseum.de