Programm Spurensuche - Die Jugendgeschichtstage 2017

29.11.2017

Das Programm bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich intensiv auf die Spuren lokaler Zeugnisse zu begeben. So haben sich auch eine Gruppe Kinder und Jugendlicher der Jugend- und Umweltwerkstätten aufgemacht, um „Chemnitzer Industrie und Handwerk und ihre Spuren im Fluss der Zeit“ genauer zu untersuchen.

Dabei entstanden eine umfangreiche Datenbank mit relevanten Informationen alter Handwerksbetriebe an den Flussläufen Kappelbach und Chemnitz sowie einer entsprechenden digitalen Karte. Schwerpunktmäßig haben die jungen Historiker die alte Färberei Haase unter die Lupe genommen und Spannendes rund um’s Färben für sich entdecken können. Gewonnene Kenntnisse wurden postwendend im hauseigenen Chemielabor der Jugend- und Umweltwerkstätten praktisch angewandt – ob es die Zwiebelschale oder die Brennnessel war – alles wurde färbetechnisch verarbeitet und sorgte für farbige Überraschungen.

Die Ergebnisse wurden stolz am 24.11.2017 im Sächsischen Landtag vorgestellt.

Ein Teilnehmer berichtet von den Jugendgeschichtstagen

Am ersten Tag erlebten wir mit den Workshops zum „Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau“ in der DDR oder zum Brettspiel „Bürokratopoly“ über die Machtverhältnisse in der DDR ein vielfältiges Rahmenprogramm. Viele nahmen auch an Exkursionen zum Hygienemuseum oder zum Schulmuseum, wo eine Unterrichtsstunde im Kaiserreich durchgespielt wurde, teil.

Übernachtet haben wir in einem Herbergsschiff, das in der Elbe lag.

Am zweiten Tag war es endlich soweit. Alle Projekte bauten ihre Stände auf und es ging an die Präsentationen. Auch die Jugend- und Umweltwerkstätten stellten ein Projekt zum Thema „Chemnitzer Industrie und Handwerk und ihre Spuren im Fluss der Zeit “ vor. Interessant waren auch die Inhalte der anderen Spurensucher. Dabei war die Vielfalt sehr groß: von „Wie kommt eine Fabrik in das Wappen der Feuerwehr?“ über „Die Geschichte der Sprungschanze in Augustusburg“ gab es alles.

Das Programm Spurensuche wird durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz und im Rahmen des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ gefördert.